Angebotsanfrage |  | Hilfe | Sitemap | 

Fahrradtouren
Mythos Cuba
Kuba ist immer noch ein Mythos ! Auch einige Jahre nach dem schon wahnsinnigen Kuba Fieber ist Kuba mit seinen Besucherzahlen noch nicht rückläufig; man erinnere sich nur an die alten cubanischen Herren die um die Welt zogen, mit Mojito und heissen Salsa-Rythmen im Koffer.
Kuba ist in Mode und fast alle die während ihrer Jugend mit den Idealen von Che Guevara konfrontiert wurden waren schon da oder wollen noch hin. Nicht zuletzt trug dazu auch der Boom der cubanischen Zigarren in der Welt bei. Nach wie vor sind der Grossteil der Reisenden Pauschaltouristen, die ihr Urlaub in den grossen Hotels an den Traumstränden mit All-Inclusive verbringen.
Doch der Anteil der Individual-Reisenden, die sich mit einem Mietauto, Bahn oder Bus den cubanischen Alltag und seiner faszinierenden Wirkung auf uns Europäer erschliessen wird immer grösser.

Und in letzter Zeit immer mehr Biker, die von überall her, meistens aus Italien, Deutschland, der Schweiz und Canada die Insel bis in den letzten Winkel mit ihrem Renner erkunden. Ob auf Mountainbikes oder Carbonrennern, Cuba wird das neue Mallorca werden für Leute denen die Auto überfüllten Strassen auf Mallorca ein Garaus geworden sind.

 

Interview mit dem Tourguide
Kuba hat für Radfahrer jede Menge neues und unentdecktes an Erfahrungen und Erlebnissen zu bieten.
Heute gibt es schon einige Anbieter die Radreisen anbieten, doch das wichtigste für die Durchführung einer solchen Tour ist die Begeisterung des Reiseleiters selber. Unser Guide unternahm 1994 seine erste Tour durch Cuba - über 2000km und war von Land und Leuten so angetan, dass er diese einmaligen Erfahrungen und Erlebnisse auch an andere Reisende weitergeben wollte.
Wir haben mit unserem Tourguide hierzu ein kleines Interview geführt. Lesen Sie selbst:

Palmisol: Was ist denn nun so faszinierend, wenn man mit dem Fahrrad Cuba entdecken will?


Guide: Als Erstes ist das schon der Name des Landes selber: Cuba. Wieviel unzählige Bücher, Geschichten und Filme wurden über dieses Land geschrieben oder gedreht. Die Spitze des "Zuckerhutes" bildete dann wohl nur noch der Buena Vista Social Club mit seinen Melodien die Millionen von Besuchern nach Cuba lockten. Cuba war nunmal lange Zeit fast vergessen auf der Weltkarte und entwickelte durch Blockade und Abschirmung eine ganz eigene Kultur die nach der Öffnung 1990 und mit dem Fall des Ostblocks eigentlich nur noch mit Vietnam und Nordkorea grob zu vergleichen ist.
Was für mich wohl auf meiner ersten Tour 1994 das Beeindruckendste war, war dieses Flair von Havanna, dass in seinem dahin-verwesenden Charakter wie ein Freiluftmuseum wirkte, nur das dieses bewohnt wurde. Ich weiss nicht wieviele Stunden und Kilometer ich durch Havanna gefahren bin, Nachts durch stockdunkle Stadtteile da der Strom mal wieder abgestellt war und an jeder Ecke gab es neue Eindrücke zu sammeln.
Ich kam mir vor wie in einer Zeitmaschine, ich begab mich in eine Zeit in der ich selber noch nicht geboren war.
Als ich mich dann aufs Land begab waren die Menschen so neugierig, dass sich dort wo ich auftauchte regelrechte Treffen bildeten und mich nach allem möglichen fragten. Besonders verrückt fanden die Meisten es, dass so ein "reicher" Tourist mit einem Fahrrad durch Cuba fährt obwohl er sich doch ein Auto leisten könnte. Doch gerade dies verhindert den so intensiven Kontakt mit Mensch und Natur. Und was eigentlich mit der Hauptgrund ist, sind die vielfältigen Landschaften durch die zu radeln ein Genuss für Seele und Geist ist.

Palmisol: War es denn 1994 nicht wahnsinnig anstrengend, es gab ja kaum was zu Essen. Wie sind die Bedingungen heute?


Guide: Was sagen Sie. Selbst die Cubaner hatten schon sehr wenig damals. Ich erinnere mich, dass ich 7kg abgenommen hatte. Aber trotzdem ging es immer irgendwie weiter, man bekam immer von irgend jemandem ein paar Stückchen Fleisch oder Brot auf. Sicher gab es damals auch schon erste Dollar-Läden, doch nur in Havanna.
Heute findet sich in jeder kleineren Ortschaft ein Tienda (Laden) wo man alles für den täglichen Bedarf einkaufen kann. In jeder bedeutenderen Ortschaft gibt es Hotels, die zwar nicht überall mit gewohntem Standard aufwarten können, doch dann helfen sogenannte Casas Particulares (Privat Häuser) weiter. Da findet man Anschluss zu cubanischen Familien und trägt somit auch zur Entwicklung des Landes bei. Wenn ich heute unterwegs bin, übernachte ich eigentlich nur noch bei Familien, da man so auch noch gleichzeitig Neuigkeiten erfährt und man selber Neues berichten kann. Denn die staatliche Informationen sind nicht immer sehr umfangreich.

Palmisol: Sind denn die Strassenbedingungen nicht eher als Mangelhaft einzustufen, gerade für Radfahrer?

Guide: Nein, dem ist nicht so, abgesehen von einigen Strassen in Havanna. Generell sind die Strassen durch den immer noch allgemeinen Mangel von Benzin und Autos nicht häufig frequentiert. Auch wenn das Strassennetz noch aus Zeiten vor der Revolution stammt, so kann man doch sehr gut und schnell über den Asphalt rollen.

Palmisol: Diese Jahr hat ja auch wieder die "Vuelta de Cuba" stattgefunden. Ist dies nicht auch ein belebendes Zeichen für die Radfahrer aus aller Welt.

Guide: Ja, seit 2000 findet die Vuelta de Cuba wieder statt, nachdem sie vorher Aufgrund der schwierigen Lage nicht durchgeführt werden konnte. Sie führt von Baracoa längs über die Insel nach Pinar del Rio und dann nach Havanna. Also im Prinzip die gleiche Route wie manche Radrundreisen nur mit dem "Tour de France" Katalysator im Rücken.
Wenn man in den Wintermonaten auf Cuba unterwegs ist, kann es schonmal passieren, dass man vereinzelt auf trainierende Cubaner oder ausländische Gruppen trifft.
Selbst der so bekannte Radsportstar Olaf Ludwig und andere ehemalige Grössen des DDR Radsports haben hier trainiert, wenn mal wieder in Europa Schneestürme und Kältewellen tobten.

Palmisol: Welche Routen oder Gegenden in Cuba würden Sie denn Interessierten empfehlen per Rad zu entdecken?.


Guide: Grundsätzlich gibt es drei Regionen. Westlich befindet sich Vinales mit seinen Tabakanbaugebieten. Dort durch die reifenden Tabakplantagen zu fahren ist schon an sich der pure Genuss. Das Aroma des reifenden Tabaks und das leuchtende Grün der Pflanzen wird auch jeden Nichtraucher begeistern. Wenn man dann noch eine Tabakfabrik besichtigt oder selbst direkt mit dem bekannten Senior Robaina zusammentrifft, passt das perfekt zusammen. Vinales beeindruckt durch seine Kalksteinfels-formationen die vor Millionen von Jahren durch den Einsturz der darüber befindlichen Decke entstanden sind. Daraus resultieren jede Menge an Höhlenformationen, die als Unterschlupf für die Revolutionsarmee gedient haben.
Die tropische Vegation in der Sierra Guaniguanico lässt viele Orchideenarten gedeihen und bringt so einige Naturerlebnisse hervor.
Dann kommt der mittlere Teil mit Cienfuegos, Santa Clara und Trinidad. Wer sich das Mausoleum von Che ansehen will, der muss nach Santa Clara. Von dort kann man auf steilen aber atemberaubenden Urwaldpisten den Topes de Collantes überqueren und nach Trinidad in einer rasenden Abfahrt gelangen. Trinidad besticht durch sein stehengebliebenes koloniales Flair aus Zuckerzeiten. Von dort kann man weiter nach Cienfuegos in die Stadt der "Hundert Feuer". Cienfuegos ist die Zweitgrösste Hafenstadt und besticht durch eine sehr schöne Innenstadt, die mit sehr viel Aufwand restauriert wurde.
Der Osten oder auch Süden bieten die Entdeckung der Wiege aller cubanischen Revolutionen. Die Bergregion der Sierra Maestra verlang vom Biker alle Reserven ab, aber bietet dafür auch beeindruckende Aus- und Einblicke in cubanisches Leben jenseits der Vorstellungen von Havanna. Die Hauptstadt ist hier weit weg und man lebt mehr den Tag auf der Strasse und mit viel viel Musik. Santiago ist die Wiege fast aller Musikrichtungen auf Cuba. Von dort über die traurig, berühmte Stadt Guantanamo in der sich die Amerikaner mit ihrer Basis eingenistet haben zur ältesten Stadt Cubas - Baracoa. Diese Stadt war lange Zeit fast abgeschnitten vom normalen Leben in Cuba, da es nur die für LKW und Fahrrad risikoreiche Passstrasse La Farola gab. Bei Baracoa kann man auf der einen Seite den noch unberührten Dschungel erleben und auf der anderen Seite traumhafte Strände. Sicher könnte man hier noch eine Menge berichten. Dies lässt sich aber sicher in einem guten Reiseführer nachlesen.
Meine persönlichen Favoriten sind die Gegend um Trinidad und der Osten.

 

Ausrüstung
Die Ausrüstung sollte für Radtouren in Cuba wie folgt bestehen:

Wasserflaschen mit einer Gesamtkapazität von mindestens 2 Liter pro Person. Es reicht jedoch das Mitnehmen einer Fahrradtrinkflasche. 1,5 Liter-Kunststoffflaschen können in Cuba im Hotel erworben werden. Nach unserer Erfahrung ist das Trinken von Leitungswasser aus den Hotels in Cuba unbedenklich. Wer jedoch Zweifel hat oder von anderen Reisen her weiß, daß er empfindlich auf fremdes Wasser und Lebensmittel reagiert, sollte hier Vorsorge treffen. Eine Möglichkeit besteht darin, Wasseraufbereitungstabletten mitzunehmen (verbreitet sind z. B. Micropur®-Tabletten, in sog. Outdoor-Läden oder manchen Apotheken zu bekommen).
Falls der Blutzuckerspiegel mal zu stark absinkt: haltbare, energiereiche Lebensmittel für 5-10 kleine Mahlzeiten (z. B. 1 kg Müesli), Fruchtsäfte und manchmal auch Milch können in Dollarläden und vielen Hotels in Tetrapaks gekauft werden. Auch Kekse, Süßigkeiten und Lebensmittelkonserven sind erhältlich.) Das Nötigste an Besteck und Eßgeschirr (z. B. ein Edelstahlbecher, [für Getränke und als Eßnapf], ein Löffel, ein Messer) Traubenzucker, Müesliriegel (möglichst ohne Schokolade, denkt an die Temperaturen!), Brause- und Vitamintabletten. Sicherlich sollte ein Fotoapparat und Filme nicht fehlen! Sonnenschutz ist mit Faktor 20 nicht zu hoch angesetzt, denken Sie daran, dass Sie mehrere Stunden pro Tag der Sonne ausgesetzt sind und diese kann auch in der Winterperiode sehr heftig sein. Moskitonetz und Mückenschutz (insbesondere für die Campingplätze zu empfehlen). Es besteht aber in Cuba keine Malaria-Gefahr. Das nötigste an Verbandsmaterial halten wir vor Ort bereit. Die Mitnahme von Heftpflastern und Hautdesinfektionsmitteln ist sicherlich hilfreich, falls es mal zu Stürzen mit kleineren Hautverletzungen kommt.

In Cuba herrscht subtropisches Klima. Die niedrigsten Temperaturen werden - wie bei uns - in den Monaten Dezember bis Februar erreicht. Im Schatten bewegen sich die Temperaturen tagsüber zwischen 24 und 28 Grad Celsius. In der Sonne und über Mittag können schon mal 30 Grad und mehr erreicht werden. Es wird daher vor allem morgens gefahren. Wir empfehlen als Anregung, folgende Kleidung mitzunehmen:

Folgende Punkte erscheinen uns besonders wichtig:

2 Paar kurze Hosen (fahrradtauglich)
1 Paar lange Hosen
1 Sweatshirt oder dünnen Wollpullover
1 leichtes regendichtes Kleidungsstück (K-Way, Sympatexjacke oder ähnliches)
1 Paar leichte Sandalen
1 Paar fahrrad- und wandertaugliche Schuhe (z. B. leichte Sport- oder Wanderschuhe)
Unterwäsche nach Bedarf
Badesachen
Körperpflege

Wer über 20 kg dabei hat bzw. in seinen Packtaschen oder Rucksack, der sollte überlegen wie er dass die Berge hochschleppen will. Also so wenig wie möglich, so dass man nicht zum Packesel mutiert.

 

Fahrrad
Was für ein Fahrrad ist zu empfehlen?
Da der Großteil der Strecken über asphaltierte Straßen führt, empfehlen wir ein stabiles Tourenrad, das über eine Kettenschaltung mit mindestens 10 Gängen verfügen sollte. Für die Passstrecke “La Farola” empfehlen sich große Übersetzungen. Auch ein Mountainbike ist geeignet und Aufgrund der größeren Stabilität vielleicht sogar vorzuziehen. Es genügt aber eine Straßenbereifung.
Folgende Punkte erscheinen uns besonders wichtig:

gute und technisch einwandfreie Bremsen, insbesondere für die Farola
stabile Felgen
Fahrradhelm
stabiles Fahrradschloss
Beleuchtung
Ersatzschlauch
Luftpumpe
Werkzeug je nach Bedarf

Ein Durch-Checken des Fahrrades vor der Reise sollte selbstverständlich sein. Da die Straßenbeleuchtung in Cuba häufig sehr spärlich ist oder völlig fehlt, ist auch besonders auf die Funktionsfähigkeit von Beleuchtung und Reflektoren zu achten. Normalerweise wird nicht im Dunkeln gefahren, ganz ausschließen kann man das aber nie.


Teil 1 (von Holguin nach Moa)
7 min, 14 mb, DivX 352 x 288

Teil 2 (von Moa nach Baracoa)
9 min, 18 mb, DivX 352 x 288

Teil 3 (von Baracoa nach Guantanamo)
13 min, 24 mb, DivX 176 x 144

Teil 4 (von Guantanamo nach Santiago de Cuba)
15 min, 26,8 mb, DivX 176 x 144

Tour-Video
Hier können Sie ein Privatvideo downloaden.
Folgendes Video entstand auf einer der Privatreisen unseres Tourguides. Es zeigt in mehrern Teilen eine Mountainbiketour von Holguin über Mayari, Moa, Baracoa. Über die gefürchtete Passstrasse La Farola nach Guantanamo und weiter nach Santiago de Cuba.
Sehen werden Sie die Natürschönheiten entlang der Strecke und jede Menge Begegnungen mit Menschen an der Strecke, die manchmal auch sehr kritisch sind.
Tauchen Sie schon jetzt ein in Ihre vielleicht nächste Fahrradtour untermalt mit typischer Musik.

Das Video ist darf nicht kommerziell verwendet werden und ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt!

Sie benötigen einen DivX Decoder !
Für Windows Pcs: DivX 4.12 Codec (NEW)ca. 813KB
Für Macs: DivX For Mac - 4.11 Alphaca. 228 KB

More about DivX you will find on www.DivX.com

Ein normaler Windows-Viewer mit diesem Codec reicht vollkommen aus. DSL oder Cable ist Vorraussetzung für den zügigen Download.


Schreiben Sie in unser Gästebuch, wenn es Ihnen gefallen hat.
Haben Sie techn. Probleme, schreiben Sie bitte an: E-Mail: info@palmisol.de

 

Anfragen
Schicken Sie uns Ihre Anfragen.
Egal welche Frage Sie zu unseren Angeboten haben, kontaktieren Sie uns. Wir versuchen nicht nur unsere Reisen zu verkaufen, sondern verstehen uns auch als ein Berater zu fast allen Kuba spezifischen Themen.

Ihre Anfrage können Sie hier an uns senden.
Unseren aktuellen Katalog bekommen Sie hier.

Ihr Spezialist für Karibik-Reisen:
PalmiSol Reisen GmbH
Königsbrückerstr. 59
01099 Dresden
Germany
Öffnungszeiten:
Montag-Freitag
09:00 - 18:00 Uhr (GMT+1)

Fon:++49 / (0)351-563920
Fax:++49 / (0)351-5639211
E-Mail:
info@palmisol.de


Textlinktausch

nach oben